header-radsport

Wissenswertes über das Fahrrad

Wissenswertes über das Fahrrad

Ein Fahrrad ist ein mit Muskelkraft betriebenes Fortbewegungsmittel. Angetrieben werden die zwei Räder eines Fahrrades, die mit Luftschläuchen ummantelt sind, durch Pedalen, die mit den Füßen getreten werden. Bekannte Synonyme und Metaphern für ein Fahrrad sind „Drahtesel“ oder in der Gegend um die Schweiz „Velo“. Ein Fahrrad erfüllt heute neben dem Zweck der Fortbewegung den Nebeneffekt der sportlichen Betätigung. Es gibt kaum eine andere Sportart, die ähnlich gelenkschonend für den menschlichen Körper anzusehen ist, wie das Fahrradfahren. Vor allem in der heutigen Zeit des akuten Bewegungsmangels vieler Menschen, bedingt durch den technischen Fortschritt und hauptsächlich sitzende Tätigkeiten, kann ein Fahrradausflug eine willkommene und gesunde Alternative zum Benutzen eines Autos sein.

Geschichte des Fahrrads

Nach der Nähmaschine war das Fahrrad das erste Massenprodukt, das in Serie hergestellt wurde. Sein Siegeszug begann mit der Entdeckung des Zweiradantriebs durch Karl Drais im Jahre 1817. Hierbei saß der Fahrer zwischen dem Vorder- und Hinterrad und stieß sich mit den Füßen regelmäßig vom Boden ab, um eine Vorwärtsbewegung zu erzielen. Diesen primitiven Anfängen folgte bereits schnell der erste Pedalantrieb. Seitdem ist das Fahrrad vielen Verbesserungen unterlegen, konnte sich aber - ähnlich wie das Automobil - allen modischen Strömungen widersetzen und gehört bis zum heutigen Tage zu einem der Hauptverkehrsmittel weltweit. Vor allem im asiatischen Raum gehört das Fahrrad zu einem unverzichtbaren alltäglichen Gebrauchsgegenstand. Im Übrigen erlebt das Fahrrad ohne Pedalfunktion in der heutigen Zeit eine Renaissance im Bereich der Kinderfahrräder. War es früher noch üblich, Stützräder am hinteren Rahmenteil des Fahrrades zu montieren, um das Gleichgewicht des Kindes beim Fahren zu unterstützen und ein Umfallen zu verhindern, erlernen viele Kinder das Fahrradfahren heute mit Hilfe von Laufrädern, welche das Erlernen der Grundtechnik des Fahrradfahrens erlauben und den kindlichen Gleichgewichtssinn fördern.

Technik des Fahrrades

Ein Fahrrad wird mit Fußpedalen von dem in einem Sattel sitzenden Fahrer mit Muskelkraft betrieben. Hierzu überträgt eine Kette die vom Fahrer erzeugte Energie auf das Hinterrad, welche das Fahrrad schließlich antreibt. Hierbei beträgt der Gesamtwirkungsgrad der erzeugten Energie 70 bis 90 Prozent. Dies macht das Fahrrad zu einem der wirtschaftlichsten Fortbewegungsmittel überhaupt. Das Vorderrad eines Fahrrades besitzt bei modernen Fahrrädern hingegen ausschließlich eine Lenkfunktion. Mittels eines Lenkers, an dem sich der Fahrer festhält, kann das Fahrrad mit Hilfe von Gewichtsverlagerung um Kurven gelenkt werden. Ebenfalls am Lenker befinden sich die Bremsen für Vorder- und Hinterrad. Bei Straßenrädern findet sich hierbei oftmals eine so genannte Rücktrittbremse, die durch ein Treten der Pedale gegen die Fahrtrichtung aktiviert werden kann. Mit Hilfe eines am Vorder- oder Hinterrad befestigten Dynamos werden die Vorder- und Rücklampe eines Fahrrades betrieben. Dies führt bei schlechten Sichtverhältnissen, beispielsweise im Dunkeln, sowohl zu einer verbesserten Sicht für den Fahrer als auch zu einer besseren Sichtbarkeit des Rades für andere Verkehrsteilnehmer. Die Straßenverkehrsordnungen weltweit stellen unterschiedliche Ansprüche an die Technik eines Fahrrades. Überall gilt jedoch gleichermaßen, dass ein Fahrrad über funktionierende Bremsen sowie die Möglichkeit einer Lichtmaschine bei Dunkelheit verfügen muss um als verkehrssicher und damit straßenverkehrstauglich eingestuft zu werden.

Bedeutung des Fahrrades als Nahverkehrsmittel

Seit Mitte der 1950er Jahre ist das Fahrrad in weiten Teilen Europas aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Damals mussten viele Arbeitnehmer im Zuge der Industrialisierung immer weitere Strecken zur Arbeit zurücklegen. Das Fahrrad gestaltete sich hierbei als preisgünstigstes Verkehrsmittel und war daher lange Zeit dominierend im Fortbewegungssektor. In den Jahren der Wirtschaftsblüte wurde das Fahrrad zwischenzeitlich in der Beliebtheit von den immer günstiger werdenden motorisierten Fortbewegungsmitteln abgelöst bis es in den 1970er Jahren durch das wachsende ökologische Bewusstsein der Bevölkerung seinen zweiten Frühling erlebte. Heutzutage sind die täglich zurückzulegenden Strecken eines Menschen durchschnittlich zwischen drei und fünf Kilometern lang. Dies und die Tatsache, Fahrräder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren zu können, bringt dem Fahrrad eine weiterhin ungebrochene Beliebtheit ein. Vor allem Kinder und Jugendliche benutzen das Fahrrad täglich, beispielsweise für den Weg in die Schule oder zu Freizeitaktivitäten. Der Bewegungsradius des Einzelnen erhöht sich durch ein Fahrrad schließlich enorm. Viele bekannte und traditionelle Fahrradrennen belegen die weiterhin große Attraktivität des Fahrrades für jedermann. Ob nun als Fortbewegungsmittel oder Sportgegenstand: die Beliebtheit des Fahrrades wird laut Meinung vieler Experten auch in weiterer Zukunft ungebrochen hoch bleiben.