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F-Bike - Das fliegende Fahrrad

F-Bike - Das fliegende Fahrrad

Fliegendes Fahrrad hebt in Prag ab. In der tschechischen Hauptstadt wurde ein flugtaugliches, rotorbetriebenes Fahrrad vorgestellt. Ein Verband aus drei tschechischen und einem französisches Unternehmen haben konstruierten und verwirklichten ein fliegendes Fahrrad. Das sogenannte F-Bike hebt mithilfe von sechs Rotoren ab. Das knapp unter 100 Kilogramm schwere Vehikel verließ für einen Testflug den Boden und schwebte für einen fünfminütigen Testflug über den Köpfen der Zuschauer. Als Passagier diente bei diesem Versuch allerdings nur eine Puppe. Wer also schon davon geträumt hat, den ewigen Konflikt zwischen Rad- und Autofahrern auf unseren Straßen gäbe es bald nicht mehr, der muss sich wohl noch eine Weile gedulden. Es müssen noch das ein oder andere Problem angegangen und gelöst werden. „Das Gerät ist als Kleinflugzeug klassifiziert. Die für Tests mit menschlichen Piloten notwendigen Genehmigungen würden weit mehr kosten als die gesamte bisherige Entwicklung“, erklärt Projektleiter Jan Cinert. Zusätzlich gibt es noch Probleme mit der Steuerungsmodul. Dieses ist für Modell-Flugzeuge und Drohnen ausgelegt, die ein maximales Gewicht von zehn Kilogramm auf die Waage bringen. Das fliegende Fahrrad bringt das Zehnfache an Gewicht mit sich. Die Zeit, die das F-Bike in der Luft verweilen kann ist durch den verbauten Akku mit 50 Amperestunden auf sechs Minuten beschränkt. Als Ziel wird eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h angestrebt.

Weitere Zukunft liegt im Ungewissen

Durch leistungsfähigere, aber natürlich auch erheblich teurere Akkus könnte dieser Wert erheblich gesteigert werden. Ob diese für eine Nutzung im Alltag notwendigen Verbesserungen in diesem Projekt noch vorgenommen werden, steht jedoch noch in den Sternen, vor allem weil das F-Bike nie als kommerzielles Produkt gedacht war. „Das fliegende Rad wurde in erster Linie zu Marketingzwecken gebaut, um Aufmerksamkeit für die Technologien und das Know-how der beteiligten Unternehmen zu generieren“, erklärt Cinert. Der Prototyp, der bei diesem ersten Flug mittels einer Fernbedienung vom Boden aus gesteuert wurde, funktioniert jedoch erstaunlich gut und stabil. Die beteiligten Unternehmen überlegen derzeit, wie es mit diesem gewagten Projekt weitergehen soll und ob es sich lohnt weitere Ressourcen und Gelder zu investieren. Möglich sind hier etwa die Weiterführung als sogenanntes Open-Source-Projekt, das von Universitäten und Bastlern als Basis verwendet werden könnte. Ebenso wird ein Verkauf der Technologie über ebay in Betracht gezogen.